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Samstag, 10.06.2017

Spät aufgewacht, die Sonne knallte schon wieder; es muss kurz vor 10:00 Uhr sein. Sachen gepackt und Platz gereinigt.

 Es geht immer noch oft bergauf, meine Beine sind lahm. Als ob nicht genug Blut in. die Muskeln kommt und die Beine versagen. Ich habe das Gefühl der Sattel Klemperers ab, kann aber auch Einbildung sein.

Die Landschaft ist grandios, schroffe Berge, richtig steile und tiefe Schluchten. Ich mache viele Bilder, ob sie es zeigen? Nach circa 2 Stunden habe ich die letzte ernsthafte Steigerung geschafft. Ab jetzt geht es fast immer nur bergab. Nach 40 Minuten bin ich in Agio. Das Telefon hat nur noch wenige Ladung. Ich speicher die Tour, kaufe bei Lidl ein, esse erst mal ein paar Kekse, ich hatte kein Frühstück. Ich fahre durch die Stadt. Es ist heiß. Ich finde einen Platz außerhalb am Strand mit Bank, Dusche und Umkleidehäuschen. Am Strand ist Kies, das Ufer fällt schnell ab. Der Wind ist steif Nordwest, man muss alles festhalten.

Erst einmal etwas essen : Joghurt mit Tannenhonig (Fir Meli), Tomaten, die etwas gedrückt wurden. Ich schneide das Schweinefilet von Lidl auf und brate es. Dafür gehe ich mit dem Kocher in das Umkleidehäuschen. Der Wind wird immer stärker und bläst ständig die Flamme des Kochers aus. Deswegen breche ich die Aktion nach der Hälfte ab. Das Fleisch schmeckt gut, das Brot ist das dunkelste dass ich bis jetzt hier in Griechenland bekommen habe und schmackhaft. Noch ein bisschen Joghurt mit Honig, Wasser und ein paar Aprikosen. Dann gehe ich kurz ins Wasser. Der Wind ist immer noch heftig und es gibt kurze, kräftige Wellen. Beim Reingehen merke ich die Stärke grundsee und habe wegen dem Kies Schwierigkeiten und Land zu kommen.

Zusammenpacken und weiter geht’s. Man kann nicht am Ufer bleiben, teilweise sind dort Felsen und keine Wege, Industrie und es ist eingezäunt. Ich verfrangse mich etwas in Sackgassen und auch Wegen, die nicht weiterführen. So, wie weiter im Osten an der Bahn gebaut wird, sind hier Autobahnbaustellen.  Auch regionale Durchgangsstraßen werden in diesem Zuge neu gemacht sowie diverse Brücken. Wegen der Schmelzwasser Flüsse aus dem Bergen ist da wohl ständig etwas zu tun.

Zum frühen Abend lande ich auf dem Tsilos Campingplatz. Sieht nett aus und ich bleibe, auch schon weil Telefon und Powerbank komplett leer sind.

Für die Zelte gibt es drei schöne Terrassen zum Ufer hin. Es kostet nur 10 €, was etwas günstiger ist als das was ich bis jetzt gesehen hatte. 

Beim Laden des Telefons stellt sich heraus, dass es nicht mehr lädt. Ein bisschen frustriert mache ich mir etwas zu essen und lade die Powerbank. Bevor ich mich schlafen lege schließe ich das Telefon an die Powerbank und nach ca 2 Minuten meldet es sich mit dem Hinweis, dass es tiefentladen war und einige Zeit angeschlossen bleiben soll. Da bin ich froh. Wahrscheinlich war etwas Feuchtigkeit eingedrungen gestern, das wäre für mich eine logische Erklärung. Ich muss bei Regen mehr Obacht geben.

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Freitag 09.06.2017

Gut, dass ich schon um 6:15 Uhr aufgewacht bin und das Haus ohne Frühstück verlassen hatte . Pünktlich um 7:00 Uhr

Donnerstag, 08.06.2017

Heute um 07:00 aufgewacht. 🌄 war nicht zu sehen. Die Nachtruhe war etwas gestört, zu viele Mücken. Ich musste das Innenzelt im Dunkeln aufbauen, um Ruhe zu haben. Im Schlafsack konnte ich mich nicht verkriechen, dafür war es viel zu warm. Beim Abbau morgens fing es ganz leicht zu tröpfeln am.

Weiter geht es an der Küste Richtung Agio. Die Orte gleichen sich ziemlich. Es fängt an zu regnen und ich werde ziemlich nass. Ich hatte die Windjacke übergezogen, besser ich hätte die Regenjacke ausgepackt . Aber es ist nicht so schlimm , da es warm ist und die Jacke ist bald wieder trocken . 

Erstaunt bin ich über die Verkehrsplanung und den Straßen- und Bahnschienenbau hier an der Küste. besonders der Gegensatz zwischen Alt und neu in Platanos Paralia ist eklatant. Das Dorf wird praktisch zerschnitten. Alte Häuser stehen jetzt unmittelbar an der Bahntrasse und die Bewohner können vom Balkon des ersten Geschosses den Reisenden die Hand schütteln.

Ich erreiche Diakopto und suche mir ein Quartier in einem verlassenen Abbruchhaus , dass noch einigermaßen sauber ist unnehme einen Cappuccino mit Wi-Fi und schaue ein bisschen herum. Die Nacht verläuft ungestört , aber ich war auch sehr müde.

Mittwoch 07.06.2017 06:15

Ich wache mit Sonnenaufgang auf. Nachts war ich einmal wach, wahrscheinlich Blase. Der Himmel war mondhell und wenige Wolken zogen nach NO ab. Mit Schlafsack ist zu warm, ohne was hör und fühl ich zuviel Getier. Das Hemd hatte morgens richtig feuchte Stellen, muss mal Baumwollkram für die Nacht probieren.

Kaffee ist gut. Hab diesmal 2 Löffel auf den Espressokocher genommen. Beim Test, gestern bei Käthy, hatte ich 3 genommen, der war zu stark. Zum Frühstück Käsebrot und Spiegeleier, bevor sie unterwegs kaputt gehen.

Jetzt ist 7:00 Uhr. Die Sonne hat etwas Farbe nach dem Morgendunst in die Landschaft gebracht.

 Um 8:00 Uhr fahre ich los . In den Bergen ist Gewitter und einige Tropfen erreichen mich auch an der Küstenstraße . Ich suche Zuflucht auf dem Campingplatz Glaros und nutze die Zeit zu duschen , Wäsche zu waschen und das Handy zu laden.

Das Handy wird nur sehr mangelhaft an dem Ladegerät geladen und die Powerbank scheint sich eher zu entladen, als dass sie Ladung aufnimmt. Fahre wohl zu langsam und zu unregelmäßig. Oder es ist etwas defekt oder die Leistung zu schwach.

Um 13:00 Uhr fahre ich weiter . In der östlichen Vorstadt von Korinth gibt es ein großes Raffineriegebiet. Die Umgehungsstraße ist nicht besonders schön und es donnern viele LKWs vorbei. Kurz nach 15 Uhr bin ich in Korinth. Die Geschäfte haben noch zu und es sieht auch nicht so interessant aus. Korinth wurde im 19. Jahrhundert von einem Beben zerstört. Die neue Stadt hat einen orthogonalen Straßenplan. Außer den Ausgrabungen gibt es hier wohl nichts besonderes zu sehen. Ausgrabungen hatte ich schon, fahre wohl mal weiter.

Am Ortsausgang sehe ich ein braunes Schild „alte Stadt“. Ich folge dem Schild, wieder eine hässliche Durchgangsstraße. Ich breche nach 2,5 km ohne neuen Hinweis ab und kehre um. Kurz danach ein braunes Schild „alte byzantinische Basilika aus dem 13. Jahrhundert. Am Ende des Weges, direkt am Ufer, ein riesiges, eingezäuntes und verlassenes Feld. In der Ferne sind 3 Säulenstummel zu erkennen. Ich lass das ab jetzt mit den Hinweisschildern zu historischen Sachen. Wenn man nicht genau weiß, was es zu sehen gibt, bringt das nichts; da muss man sich besser vorbereiten.

Ich fahre weiter nach Westen, kaufe mein Essen ein und campiere in Vrachati am Strand.

Dienstag 06.06.2017 10:15

Viel zu spät , weil es schon zu heiß ist , nehme ich kurz nach 10:00 Uhr Abschied von Athen und von Käthy.

 Da ich nach Westen will, muss ich einmal quer durch die Stadt, ein letztes Mal an der Akropolis vorbei.

Das Navi führt mich durch die Innenstadt und dann durch ein Industriegebiet Richtung Piräus. So sehe ich die Stadt auch noch mal von der Seite. Ohne Routenführung wäre ich hier nie gefahren.

Piräus hat, wie Athen und die ganze Gegend hier, den San Francisco Touch. Das Navigationssystem setzt noch einen drauf: Plötzlich stehe ich vor einer schmalen, steilen Treppe. Ich wende mich nach links, auch eine Treppe, aber breiter und besser. Gepäck runter und alles einzeln rauftragen. Ich umfahre den Bereich und erreiche die Route wieder. Das Programm meint es echt gut, Routenprofil schön? Wahrscheinlich😬

In Piräus gibt es Kaffee bei ? >> Coffee Island, na klar. Ich fahr jetzt nicht mehr extra vorbei, sondern trinke es, wie es kommt.

Bald habe ich den Blick auf den Hafen und mache an der Bucht eine kleine Pause, fahre danach mit dem Trajekt rüber nach Samires. 

Auf dem Markt am Hafen kaufe ich einen Tsipura und bekomme noch 2 kleine rot-grüne Fische dazu. Die brate ich an der nächsten Bucht.

Tsipura on the beach.
Weiter geht es am Ufer durch eine typische Kiefern-Heide, wie man sie oft an warmen Ufern findet.

Ich erreiche ein weiteres Trajekt, muss ein bisschen warten. Drüben fahre ich in Nähe der Autobahn und verfran se mich etwas bei der Unterquerung.

Ich erreiche Megara und komme im Außenbezirk durch ein Viertel mit Sinti. Viele Menschen  noch mehr Kinder. Viele halbfertige Häuser und wenn dazwischen fertige sind: viel Kitsch und Prunk am Bau im prepubertätem Prinzessinnen Stil. Ich verzichte auf Fotos und Anhalten.

Ich besichtige einen Friedhof, kaufe bei Lidl ein und fahre weiter, da es schon spät ist. Am nächsten Dorf raste ich an einem Hang vor einem verlassenen Kalkwerk mit Blick auf die Bucht. Zu Essen gibt es Brot, Spiegelei und griechischen Salat.

Wenige Sterne am Himmel, ist aber auch schon fast wieder Vollmond, der alles überstrahlt.

Sonntag 23. April 2017

Weiter ging es durch Tschechien über die Dörfer Richtung Brünn. Plötzlich waren wir in Österreich , vorher schon einmal in der Slowakei, ohne dass wir es gemerkt hatten. Die Landschaft war sehr schön und abwechslungsreich, aber auch schon ein bisschen anders. Es vermittelte schon ein Gefühl, nicht mehr in Deutschland zu sein. Am Nachmittag waren wir dann an der ungarischen Grenze .

Mautplakette holen fand ich ätzend. Alle Leute dort kamen mir recht unfreundlich vor. Der Umtausch von € in ungarische Forint (HUF) war miserabel, 7,5 % Abschlag und noch einmal fast 3 € Gebühr. Die Plakette wurde offiziell für 13 € verkauft und war gleich mal 30 % teurer als in Forint. Der erste Verkäufer wollte mir sogar 29 € abnehmen, weil irgendwo in der Zulassung steht der Wagen hätte 8 Sitze. An der Wechselbude hat dann noch ein junger Schnösel Hitler gesagt und eine Ausspuckt-Geste gemacht. Ich war so perplex, dass ich ihn einfach nur angeschaut hatte. Besser, ich hätte ihm die Hand hingestreckt mit : „Angenehm, Meyer“

Abends, schon im Dunkeln, sind wir dann auf einem Wald Campingplatz kurz hinter Györ gelandet. Dort wurde ich dann wieder mit der Welt und Ungarn versöhnt. Die Frau dort war total nett, so wie ich es von Ungarn von früher kannte. Statt das Zelt aufzubauen hatten wir eine der Holzhäuschen genommen , was kaum teurer waren als der Platz (9400 HUF = 28 €)

Samstag 22. April 2017

Abfahrt aus Magdeburg recht zeitig.

Direkt am Platz die Elbe. Kein Wunder, dass es so kalt und feucht war.


Wir waren kurz in der Innenstadt von Dresden, hauptsächlich weil Dörte noch ein Paket zur Post bringen wollte und ich darauf bestand, das die verschnupften Damen sich noch ein Nasenspray besorgten 😟 ( Später stellte sich heraus, dass dies ein recht teurer Stopp war. Beim Rückwärts Einparken hatte ich hinter der D-Säule ein Verkehrsschild übersehen, das Fahrrad aus dem Heck Gepäckträger gehebelt und dabei das Hinterrad so stark verbogen, dass es nicht reparabel war. in Mires gab es ein neues Rad für 50 € 😭)

Ansonsten wollte keiner etwas von Dresden sehen und es ging sehr bald über die Grenze.

Durch die tschechische Pampa hat es ewig gedauert, abends waren wir erst in Prag und haben dort nichts gesehen. Das Backpacker Hotel, dass wir zufällig gefunden hatten, war voll, ein zweites ebenfalls, es musste wieder ein Zelplatz her. Tipp eines Freundes von Katharina: Klanovice. Platz war sehr schön, aber außerhalb der Stadt, weit im Osten (964 Kc. = 34,40 €)